
Bitte keine Igel verbrennen

Grosse Feuer gehören zu unserem Nationalfeiertag wie das Brot zum Cervelat. So schön diese Feuer am Abend des 1. August auch sind, so gefährlich können sie für Wildtiere sein. Ast- und Holzhaufen sind in der Schweiz selten geworden und werden von Igeln und anderen Wildtieren gerne und zügig bevölkert. Schon nach einer Nacht finden sich viele heimliche Bewohner in den Holzhaufen, die sich am Abend des 1. August in Todesfallen verwandeln.

Normalerweise empfehlen wir , den Holzhaufen erst am Tag des Abbrennens aufzuschichten. Da dieses Jahr der 1. August aber auf einen Sonntag fällt, befürchten wir dass die Holzhaufen schon im Voraus gerüstet werden. In diesem Fall bitten wir dringend darum, unmittelbar nach dem Aufschichten einen feinmaschigen Schutzzaun um den Holzhaufen herum zu errichten, der Igeln und anderen Kleintieren den Zutritt verunmöglicht. Wichtig ist bei der Montage, dass der Schutzzaun am Boden dicht abschliesst. Holzhaufen, die bereits über einen längeren Zeitraum zusammenge-tragen wurden, sollten vor dem Anzünden unbedingt umgeschichtete werden.
Wir wünschen allen Feuerbegeisterten einen schönen ersten August ohne schlechtes Gewissen.
Zum Ausdrucken und Verteilen können Sie hier einen Flyer zum Thema herunterladen
Als Material für den Schutzzaun kann beispielsweise Schattiergewebe, erhältlich bei der Migros Gartenabteilung, verwendet werden. Die Artikelnummer des Schattiergewebes ist 6311270, Grösse 5 x 1.5 m, Preis Fr. 37.00. Es empfiehlt sich, daraus zwei Bahnen zu schneiden.
Vorsicht mit Igelsäuglingen

Die ersten Igelmütter haben schon Nachwuchs bekommen, jetzt beginnt auch wieder die Zeit, in der verwaiste Igelbabies oder Igelnester gefunden werden.
Wie verhält man sich richtig?
Verwaiste Igelsäuglinge:
Ruhe bewahren und beobachten. In den meisten Fällen holen die Mutter-tiere das Kleine zurück ins Nest.
Bevor Sie irgendwelche Massnahmen zur Rettung des Tieres ergreifen, rufen Sie unbedingt unsere kostenlose Notfallnummer an: 079 652 90 42. Sie erhalten rund um die Uhr kompetente Auskunft zum richtigen Vorgehen.
Igelnester: Man kann Igelnester an den unmöglichsten Orten finden, sogar unter einem Rasenmäher. Egal ob die Mutter anwesend ist oder nicht, bitte das Nest sofort vorsichtig wiederherstellen und sich ent-fernen. Auch wenn Sie noch so neugierig sind, lassen Sie das Nest möglichst ungestört. Igel sind Wildtiere und sehr empfindlich, Igel-mütter können im schlimmsten Fall in Panik geraten und ihre Jungen totbeissen. Für Fragen steht Ihnen auch hier unsere Notfallnummer zur Verfügung. Unbedingt anrufen sollten Sie, falls ein ungünstig gelegenes Igelnest evakuiert werden muss.
Igelfreundliche Umgebung: Die grösste Hilfe für Igelmütter und ihren Nachwuchs ist nach wie vor ein igelfreundlicher Garten. Wer Igel mag, verzichtet auf den Einsatz von Schneckenkörnern, Insektizid und Motorsensen. Vor allem der Einsatz von Motorsensen und Faden-mähern ist für Igelmütter gefährlich und führt zu schlimmsten Ver-letzungen, weil sie beim Säugen zum abkühlen mit dem Oberkörper aus dem Nest ragen. Zurück bleibt in diesem Fall ein Wurf Igelbabies, der zum Tod verurteilt ist.
Es ist eine traurige Tatsache, dass es wenig Sinn macht, einzelne Igelsäuglinge mühsam aufzupäppeln, wenn gleichzeitig sein Lebensraum vergiftet und ausgeräumt wird.
Helfen Sie unserem nützlichen Stachelzwerg mit Wildwuchs, Dickicht und hochstehendem Gras! Tauschen Sie Ihr langweiliges Stück Rasen gegen lebendige Vielfalt!
Rebnetzaktion 2010
Wir suchen dringend freiwillige Helfer für die Kontrolle von Rebnetzen in der ganzen Schweiz


